Schütteres Haar – so kann Ihnen der Dermatologe helfen

Von seinen etwa 120.000 Haaren verliert jeder Mensch täglich rund 100, ohne es zu merken. Verlieren Sie jedoch mehr, wird das Haar lichter oder zeigen sich kahle Stellen, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Der Hautarzt ist in diesem Fall zuständig, da es sich bei den Haaren aus medizinischer Sicht um Hautanhangsgebilde handelt. Gemeinsam mit dem Hautarzt können Sie ergründen, welche Ursache der Haarausfall hat und wie er zu bekämpfen ist – von hormonellen Schwankungen über erbliche Vorbelastungen bis hin zu Stress oder Eisenmangel kann vieles Haarausfall auslösen.

Verschiedene Formen des Haarausfalls – Glatze, schütteres Haar und Co.

Es gibt vier verschiedene Formen des Haarausfalls:

  • erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  • kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
  • diffuser Haarausfall
  • narbiger Haarausfall

Eine sorgfältige Anamnese mit Haaruntersuchung, Blutbild u.Ä. dient dazu, die Form des Haarausfalls zu bestimmen. Damit lässt sich nachweisen, ob eine Grunderkrankung vorliegt, ob aktuelle Stressbedingungen, eine hormonelle Umstellung oder ein Nährstoffmangel zum Haarausfall führen.

Die häufigste Form von Haarausfall ist die androgenetische Alopezie. Dabei reagieren die Haarzellen sensibel auf das Ansteigen der Konzentration des männlichen Hormons Dihydrotestosteron im Körper und sterben in der Folge ab. Diese Form des Haarausfalls ist genetisch bedingt, sie kommt bei bis zu 50% der Männer vor, aber auch bei Frauen. Bei Frauen zeigt sich anlagebedingter Haarausfall oft am Scheitel, bei Männern dagegen auf der Stirn (Zurückweichen der Haarlinie, Geheimratsecken), am Scheitel und am Hinterkopf.

Kreisrunder Haarausfall zeigt sich, wie der Name schon sagt, wenn büschelweise Haare ausfallen und kreisrunde kahle Stellen zurückbleiben – sowohl Stress als auch Erkrankungen oder Mangelerscheinungen können diese auslösen. Diffuser Haarausfall dagegen ist über den ganzen Kopf verteilt, er kann auf vielfältige Ursachen wie Erkrankungen (etwa Schilddrüsenerkrankungen), hormonelle Umstellungen, Eisenmangel, Schlafmangel oder auch Stress zurückgehen. Narbiger Haarausfall schließlich geht mit dem Vernarben von Haarfollikeln einher, die infolge einer Entzündung, Kopfhautverletzung, Verbrennung o.Ä. ihr Wachstum einstellen.

Bei allen Formen bis auf den genetisch bedingten Haarausfall kann es vorkommen, dass der Ausfall nach einiger Zeit von selbst wieder aufhört. Wenn Sie beunruhigt sind und der Haarausfall mehrere Monate andauert, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt konsultieren.

Schütteres Haar insbesondere bei Frauen

Bei Frauen dünnen Haare üblicherweise über den ganzen Kopf verteilt aus, bei 80% der von Haarverlust betroffenen Frauen ist androgenetischer Haarausfall die Ursache. Dieser setzt vor allem mit der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren ein. Auch nach Schwangerschaften kommt es vermehrt zu Haarausfall, dabei meist zu diffusem Ausfall. Eine Blutuntersuchung sowie eine genaue Anamnese durch einen Dermatologen kann auch hier genau abklären, worauf das schüttere Haar zurückzuführen ist.

Schütteres Haar gezielt behandeln

Die beste Behandlungsmethode hängt von den jeweiligen Ursachen des Haarausfalls ab. Bei kreisrundem Haarausfall, der nicht auf eine weiterhin bestehende Grunderkrankung zurückgeht, kann etwa durch Zinkkuren das Haarwachstum wieder angeregt werden. Ist das schüttere Haar auf androgenetische Alopezie zurückzuführen, ist der erste Weg oft eine hormonelle Behandlung.

Bei auffälligerem Haarausfall, wenn das Haar immer schütterer erscheint, schafft oft eine Haartransplantation die gezielteste Abhilfe: Dabei werden Haarfollikel aus dem volleren Unterkopf-Haar oder Haarkranz auf die kahlen Stellen transplantiert. Wichtig für die Transplantation ist, im Vorhinein abzuklären, wie hoch oder tief die neue Haarlinie gesetzt werden soll. Wie groß ist die Fläche, die abgedeckt werden soll? Welche Dichte wird angestrebt? Neben den konkreten Wünschen des Patienten ist auch essenziell, die genaue Haarstruktur zu untersuchen. Faktoren wie Haarbeschaffenheit, -farbe und -dicke sind maßgeblich für das Endergebnis.

Dr Alexander Siegl

ist Facharzt und Experte auf dem Gebiet für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Seine Ausbildung und Spezialisierung zum Chirurgen hat er an der Universitätsklinik der Karl-Franzens-Universität in Graz, wie auch bei Auslandsaufenthalten in den USA und Frankreich, gemacht und blickt mit mehr als 20 Jahren Erfahrung auf mehrere tausend erfolgreiche Operationen zurück.

Besonderer Fokus bei der Behandlung durch Dr Siegl liegt darin möglichst schonende Methoden und minimal-invasiv vorzugehen, um die Regenerationsdauer zu verkürzen.

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