Was tun gegen Augenringe und Tränensäcke?

Eine Frage, die uns in der ästhetischen Medizin häufig begegnet, denn mit zunehmendem Alter sind viele mit ihrer Augenpartie nicht mehr zufrieden. Da die beiden Makel häufig gemeinsam auftreten, fragen Patienten gerne nach, ob sich beides zugleich behandeln lässt. Grundsätzlich ist eine Korrektur von beidem zugleich möglich, zuerst muss allerdings geklärt werden, was im konkreten Fall zu Augenringen und Tränensäcken führt und welche Behandlungen anzuraten sind.

Was führt zu Augenringen?

Die dunklen Schatten unter den Augen hat fast jeder schon in jungen Jahren, allerdings sind sie da meist vorübergehend: Zu wenig Schlaf, Stress, Rauchen oder Alkohol können dazu führen, dass sich für einige Zeit Augenringe abzeichnen. Durch ausreichend Schlaf, Erholung und viel Trinken verschwinden sie wieder.

Dauerhafte Augenringe dagegen können altersbedingt auftreten oder auch je nach genetischer Veranlagung schon in den 20ern, wenn die Haut unter den Augen besonders trocken oder anfällig für Falten ist. Da die Haut unter den Augen besonders dünn ist und wenig Unterfettgewebe besitzt, zeichnen sich die Blutgefäße hier deutlich ab. Mit zunehmendem Alter nimmt zudem die Spannkraft der Haut ab, was Blut- und Lymphgefäße noch deutlicher hervortreten lässt.

Hartnäckige Augenringe können aber auch noch einen anderen Grund haben: Sie können ein Hinweis auf Stoffwechselerkrankungen oder Organprobleme sein, daher sollte man durch Blutuntersuchungen und weitere internistische Untersuchungen abklären, dass keine Erkrankung zugrunde liegt.

Wie werden Augenringe richtig behandelt?

Im ersten Schritt hilft es natürlich, den Lebenswandel anzupassen und durch ausreichend Schlaf und Flüssigkeitsaufnahme für Erholung zu sorgen. Viele versuchen auch, durch kosmetische Augenpflegeprodukte die Augenringe zum Verschwinden zu bringen. Doch das funktioniert nur bedingt, denn der Effekt der Cremen hält nicht lange an und trägt auch nicht dazu bei, die dunkle Färbung zu verbessern.

Durch eine Injektion von Hyaluronsäure oder Eigenfett  kann jedoch eine Harmonisierung der verfärbten Augenringe erzielt werden und zugleich kann die eingesunkene Augenpartie aufgepolstert werden. Diese Behandlungen müssen für einen dauerhaften Effekt im Abstand von mehreren Monaten wiederholt werden. Eine Behandlung der Augenringe mit Botulinumtoxin, kurz Botox, entspannt die Muskulatur und lässt kleine Fältchen verschwinden. Erfrischt wird die Haut rund um die Augenregion auch durch die PRP Therapie, eine Eigenblutbehandlung.

Mehr Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten finden Sie auch auf unserer Seite zum Thema Augenringe behandeln.

Was sind Tränensäcke?

Tränensäcke sind Verdickungen unter den Augen und können entweder durch Fetteinlagerung und Erschlaffung der Haut sowie des Bindegewebes unter den Augen oder durch gestaute Lymphflüssigkeit auftreten. Sind Tränensäcke nur am Morgen zu sehen und verschwinden im Laufe des Tages, handelt es sich um aufgestaute Lymphflüssigkeit, dauerhaft vorhandene Tränensäcke dagegen entstehen durch Fetteinlagerungen. Entstehen die Tränensäcke durch Schwellungen und Lymphflüssigkeit, können diese durch Kühlung der Haut (mit Gelpads oder kühlen Löffeln) sowie durch Augencremen gemildert werden. Handelt es sich dagegen um Fettdepots und erschlaffte Haut, muss operativ vorgegangen werden.

Abzuklären ist bei Tränensäcken auf jeden Fall auch, ob eine Erkrankung zugrunde liegt – Störungen im Wasserhaushalt, wie sie etwa durch Herz- oder Nierenleiden entstehen, können ebenfalls zu Flüssigkeitseinlagerungen unter den Augen führen.

Wie kann man Tränensäcke entfernen?

Bei zarten Fältchen und Schatten in Bereich der Unterlider ist oft kein operativer Eingriff notwendig, hier können wir Ihnen mit nicht-chirurgische Lidkorrekturen weiterhelfen. In erster Linie geht es dabei um Auffrischung und Auffüllung mit Hyaluronsäure und anderen Fillern.

Deutlich sichtbare Tränensäcke lassen sich am effektivsten durch eine Unterlidstraffung entfernen: Das erschlaffte Gewebe wird gestrafft und das Fettgewebe entfernt. Dieser Eingriff ist praktisch narbenfrei, da der Schnitt parallel zur Lidkante knapp unter den Wimpern erfolgt und somit kaum sichtbar ist. Lediglich kleine Rötungen sind nach dem Eingriff zu sehen, die aber nach wenigen Wochen verschwinden. Wie das endgültige Ergebnis der Lidkorrektur ist, lässt sich nach drei bis sechs Monaten feststellen, da die Heilung erst dann vollständig abgeschlossen ist. Das Ergebnis des Eingriffs hält lange an, durch die fortschreitende Hautalterung können sich allerdings nach einiger Zeit wieder Fältchen bilden.

Weitere Infos rund um das umfangreiche Thema Augenkorrektur finden Sie auch auf unserer Schwerpunktseite: www.augenlidkorrekturen.at

Dr Alexander Siegl

ist Facharzt und Experte auf dem Gebiet für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Seine Ausbildung und Spezialisierung zum Chirurgen hat er an der Universitätsklinik der Karl-Franzens-Universität in Graz, wie auch bei Auslandsaufenthalten in den USA und Frankreich, gemacht und blickt mit mehr als 20 Jahren Erfahrung auf mehrere tausend erfolgreiche Operationen zurück.

Besonderer Fokus bei der Behandlung durch Dr Siegl liegt darin möglichst schonende Methoden und minimal-invasiv vorzugehen, um die Regenerationsdauer zu verkürzen.

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